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> Taugenix!#1   > Ueberdosis Grau – Naexter Schritt CD

> Das Cover und der Bandname lassen schon im Vorfeld vermuten, dass es hier eher düster und nachdenklich zur Sache gehen könnte und der erste Eindruck täuscht auch nicht. Ueberdosis Grau aus Frankenthal spinnen ein Netz aus Melancholie, um die ganze politische Frustration gefangen zu nehmen und sie auf ihre Art und Weise zu verarbeiten. Das verleiht dieser Platte zwar einen gewissen Hauch von Endzeitstimmung, da sie einfach die Zeichen der Zeit widerspiegelt, versucht aber zum anderen auch wachzurütteln und fordert auf, sich zu wehren. Neben politischen Inhalten verarbeiteten Ueberdosis Grau auch persönliche Emotionen und scheuen sich somit auch nicht über Ängste und Erfahrungen zu singen, was diesem Album eine besondere Note verleiht. „Goetter in weiss“ und „wtc“ sind meine persönlichen Anspieltipps. Wer also auf durchdachte Texte steht und auf Musik, die stellenweise echt in Richtung Fliehende Stürme geht, der kommt an Ueberdosis Grau nicht vorbei!

> Punkrock!#1   > Ueberdosis Grau - Naexter Schritt CD

> Und ich dachte schon, eher stirbt der Papst. Jetzt endlich nach langem Warten nach dem bis dato ersten und letzten kleinen Tonträger aus dem Jahre 1999 haben es die drei Jungs aus Frankenthal geschafft, die lange versprochene CD zu veröffentlichen. Und was soll ich sagen, das Warten hat sich mehr als gelohnt. Genialer Punkrock mit deutschen Texten weitab von Parolen, dafür umso tiefgründiger. Erinnert manchmal an Fliehende Stürme oder EA80, wobei Ueberdosis Grau eigentlich keine Vergleiche nötig haben und inzwischen eine eigenständige Band sind. Früher haben die Jungs gerne Slime, Toxoplasma oder Ramones gecovert. Heute sind sie die musikalische Weiterführung, die vor Kraft, Energie und Wut nur so strotzt. Die aber auch ihre leiseren, aber genau so hasserfüllten Momente auf dieser CD findet und kein Blatt vor den Mund nimmt. "Naexter Schritt" ist für mich eine der herausragenden Veröffentlichungen des Jahres 2005. 50 Minuten, spitzenmäßiges 20-seitiges Cover inclusive. Ganz großes Lob für die Band und Kaufempfehlung für die Leser.
Und der Papst ist ja mittlerweile auch tot.

> OX#59   > Ueberdosis Grau – Naexter Schritt CD
> „Der Berg Papier ist Massenmord“ – die dreiköpfige Band aus dem südlichen Rheinland-Pfalz bringt auf ihrem ersten „großen“ Tonträger ziemlich durchdachte Texte mit ziemlich guter Musik. Für solche Bands hat man in den neunziger Jahren den Begriff „deutschsprachiger Punkrock“ erfunden, um ihnen nicht das Etikett „Deutschpunk“ anheften zu müssen; heute dürfen alle, die mögen, die Emopunk-Schublade ganz weit aufziehen und die Band dort platzieren. Für mich ist das alles Deutschpunk, vor allem auch deshalb, weil ich mich an die Anfänge der Band noch gut genug erinnere, an zaghafte Auftritte, bei denen gegen Ende gerne Slime und Konsorten gecovert wurden. Das ist einige Jahre her, die erste EP trug noch den Titel „Schritt ins Nichts“, und mittlerweile sind die drei von Ueberdosis Grau deutlich älter und „reifer“ geworden. Einige der Stücke klingen mir zu poppig, andere sind möglicherweise zu verspielt und mit einigen Breaks zu viel versehen; unterm Strich ist das aber eine gut gelungene Platte, die neugierig auf mehr macht. Wird wirklich Zeit, dass diese Band öfters aus der Pfalz rauskommt. 7 von 10

> Endpunkt#42   > Ueberdosis Grau - naexter Schritt CD    

> Von Ueberdosis Grau hielt ich nicht so bombastisch viel. Die Band hatte ich vor vielen Jahren im "Crazy Kong" in Karlsruhe gesehen, wo die drei Musiker mit ihren Klampfen recht steif auf der Bühne standen und erst gegen Ende wach wurden, als die Stücke von Slime nachspielen konnten. Das war alles in allem nichts schlimmes, aber eben auch kein Konzert, an das man tolle Erinnerungen knüpfte. Mit "naexter schritt" gibt es jetzt die erste CD der Band, nach einer EP, die vor mehreren Jahren erschien und "schritt ins nichts" betitelt war: teilweise sehr nachdenkliche Texte und Töne, manchmal schon schwer in die Emo-Richtung gehend, teilweise arg poppig, aber immer interessant. Mehr als der übliche "ufta-uffta"-Sound, mit dem viele Deutschpunk-Bands langweilen und von daher nicht für die "Schneller lauter härter"-Fraktion geeigent. Mir hat's gefallen und ich bin gespannt darauf, wie sich die dreiköpfige Kapelle weiter entwickeln wird.

> Plastic Bomb #51   > Ueberdosis Grau - naexter schritt CD

> Das ist ja mal wirklich guter und auch recht eigenständiger deutschsprachiger Punk. Klischeelos, durchaus tiefgründige Texte ohne jegliche Parolendrescherei gehen einher mit abwechslungsreichen, meist leicht düsterem Deutschpunk voller Melancholie, der eine Wesensverwandtschaft zu P.S.R. oder Fortschreitende Angstzustände besitzt. 16 Songs wie "Brenn Feuer Brenn", "Schlangengift", "Haus der falschen Träume" oder "Reisswölfe" schicken den Hörer auf eine knapp 50-minütige, kurzweilige und unterhaltsame Entdeckungsreise, in der auch Zwischentönen ausdrücklich der nötige Platz eingeräumt wird. Tanzbar, pogotauglich, nachdenklich - Ueberdosis Grau haben für jede Stimmung die passende Antwort. Einziges Manko ist die zu lange Spielzeit, weil zwischendurch hin und wieder mal Längen auftreten.

> Plastic-Bomb #26   > Ueberdosis Grau - schritt ins nichts EP

> Schöne Platte mit eigenständigem Deutsch-Punk und sehr guten, klischeelosen Texten. Dabei ist die Aufmachung mit dem kopierten Faltcover sehr gelungen, auch wenn es sich etwas schwer in die ursprüngliche Form zurückfalten lässt. Vielleicht bin ich auch nur zu ungeschickt. Wer neben dem ganzen Rumgepoge auch mal auf textliche Inhalte hört, kann sich hier bedienen. Ist eben kein 08/15-Sound, sondern ´ne Ecke anspruchsvoller.