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Besetzung: Stil: Texte: Die CD: ueberdosis grau - "naexter schritt" gibt es auch... ... im Info-Laden im Café Gegendruck in Heidelberg ... im Info-Laden im JUZ Mannheim ... bei www.kink-records.de ... im Info-Laden in der Oetinger Villa Darmstadt ... im Comeback in Mannheim ... im Blau in Mannheim ... im Soundcheck in Kaiserslautern Flo Alles begann mit einem großen Missverständnis: im Alter von etwa 6 Jahren besuchte ich einen Kurs im Rahmen der musikalischen Früherziehung, in dem wir Noten lesen, Glockenspiel und v. a. Blockflöte lernen sollten. Kurz bevor der erste Auftritt der Gruppe anstand (Blockflöte mehrstimmig), kam meine Lehrerin auf mich zu und fragte mich, ob ich das Stück nicht doch lieber singen wolle. Dass meine Fehlinterpretation dieses Satzes eine solche Tragweite haben würde, konnte sie nicht wissen. Etwas weniger Subtilität und pädagogische Rücksichtnahme hätten der Welt gut getan. Statt dessen durchlief ich, immer unterstützt von meinen Eltern, die der gleichen Fehleinschätzung meines musikalischen Talents erlegen waren, in den nächsten 10 Jahren zwei Chöre und eine klassische Gitarrenausbildung. So nahm das Elend weiterhin seinen Lauf. Dass man sich mit 16 Jahren eine E-Gitarre kauft, ist nichts Ungewöhnliches, dass man diese dann aber über ein Röhrenradio aus den 30er Jahren spielt, über das man noch die 50 Jahre alten Schallwellen von Radio Moskau sowie die sinnfreien Gespräche des lokalen Funkerclubs empfangen konnte, ist vor allem im Nachhinein ziemlich cool. Die erste Band ließ nicht lange auf sich warten: "Die Allerheiligen". Wir machten Covers irgendwo zwischen Rock und Punk, die peinlichen Details erspare ich mir. Am Bass war damals schon Daniel, ich an der Gitarre. Eines Tages beschloss die Band gute Musik zu machen und erfolgreich zu werden, also musste ich gehen. Mein nächstes Projekt hatte den geschmacklosen Namen "Enola Gay". Der Keyboarder und ich (git,voc) bewegten uns musikalisch zwischen Darkwave und Punk, die Rhythmusgruppe strebte vornehmlich nach geistiger Umnachtung und verfolgte dieses Ziel konsequent und mit allen Mitteln. Zum Glück hatten wir niemals einen Auftritt. Danach kam Jack Daw, hier sollte ich nur singen, denn Gitarre und Bass waren von zwei dicken, langhaarigen Metlern besetzt. Am Schlagzeug war Stefan, mit dem ich zusammen die Punk-Fraktion bildete. Dementsprechend kann man sich unsere Musik vorstellen. Eines Tages beschloss die Band gute Musik zu machen und erfolgreich zu werden, also musste ich gehen. Es muss im Frühjahr 1993 gewesen sein, als Stefan, Daniel Jason und Schrothy und ich zusammensaßen und beschlossen, endlich den Krach zu machen, den wir die ganze Zeit schon machen wollten. Wir waren "Die Letzten", coverten Slime, Toxoplasma und Ramones sowie fast alle Songs von der "Schlachtrufe 2". Schrothy und Jason beschlossen bald, gute Musik zu machen und erfolgreich zu werden, also gingen sie. Wir machten weiter, bald mit eigenen Liedern und später unter einem neuen Namen: ueberdosis grau Stefan Ich bin in der Nähe von Frankenthal aufgewachsen und wohl in dieser hübschen, langweiligen, aber immerhin pfälzischen Stadt hängen geblieben. Es war im Jahr 1990, als ich einen guten Freund besuchte und er mir voller Stolz sein erstes Schlagzeug bei seinen Eltern im Keller zeigte. Ein uraltes, klappriges in tausend verschiedenen Farben lackiertes Schrottset, anstelle der HiHat musste die Lehne eines alten Holzstuhls herhalten. Das hat mich damals so fasziniert, dass ich meine Eltern so lange anflehte, bis sie mich in der Musikschule zum Schlagzeugunterricht anmeldeten. Die erste Band ließ nicht lange auf sich warten, im Musiksaal eines der städtischen Gymnasien wurden eifrig Songs von Black Sabbath und AC/DC geübt, ich glaube, wir haben 4 - 5 mal geprobt, dann war`s vorbei. Immerhin habe ich dadurch aber die Jungs kennen gelernt, die mich bereitwillig in ihre Mitte aufnahmen: Jack Daw wurde geboren, mit Flo am Mikro, Christian an der Gitarre und Bernie am Bass. Flo ging irgendwann (siehe Flo) und Bernie begann, uns - und insbesondere mich - zu drillen: mit der Heavy-Rock-Combo "Natchez Trace" wurde eine völlig neue Band geboren, die mit ihrem Vorgänger nicht mehr viel zu tun hatte. Heftige Gitarren-Riffs und vor allem Bassläufe, die vom Schlagzeug begleitet werden sollten. Dabei habe ich eine für mein Trommlerdasein sehr wertvolle Schule durchlaufen, der ich heute viel verdanke (gell, Bernie?). Während dessen starteten "Die Letzten" ihre ersten Gehversuche, die sich nach einiger Zeit und einigen verschlissenen "Rhythmus-Gitarristen" zu "ueberdosis grau" mauserten. Während ich im Lauf der Zeit in verschiedenen Bands spielte (Ketama, Swim, Craftmatic, Face the Gap), gab es für mich immer ueberdosis grau - und das bis heute! Auch für Stressfaktor aus Landau habe ich schon einige Einsätze hinter mich gebracht: zunächst habe ich aufgrund akuten Schlagzeugermangels die EP "Unter Tag", später die CD "Grenzwerterfahrung" getrommelt. Seit September/Oktober 2005 bin ich Mitglied der Bands "audioxy", ein Projekt aus Mainz / Wiesbaden und "SUNS", ebenfalls aus Mainz. Tobi Unverhofft kommt oft: obwohl ich als stolzer Besitzer der "schritt ins nichts"-Single Nr. 160 schon lange mit der Band und ihren Mitgliedern vertraut war, kam erst im Juli 2005 der große Moment; seitdem bin ich bei ueberdosis grau am Bass dabei. Aufgewachsen bin ich - wie der Rest der Band - in Frankenthal, habe dann allerdings bei der erstbesten Gelegenheit meinen nicht vorhandenen Hut genommen und mich in die Heidelberger / Mannheimer Ecke verkrümelt. Und jetzt das übliche Lamento: Eigentlich spiele ich ja seit ca. 12 Jahren Gitarre! Vorher u.a. in der Punkband "Autonome Einkaufswagen" / "Koma". Erste Erfahrungen am Bass konnte ich Ende der 90er bei einem einmaligen Auftritt mit dem Spaßprojekt "Zeugen Jeboas" sammeln. Aber wie heißt es so schön: die meisten (guten) Bassisten sind "gescheiterte" Gitarristen (grins). Als der Jüngste der Band - und am wenigsten statisch gebundene - bin ich für das "auf der Bühne rumhampeln" zuständig... Daniel ist Punkrock! Wie alle anderen ueberdosis grau Mitglieder ist Daniel in Frankenthal aufgewachsen. Nach dem Abi hat er sich ziemlich bald nach Karlsruhe aufgemacht, um dort lange - sehr lange - zu studieren und anschließend nach London abzuhauen. Seinen Bass hat er leider vergessen. Dafür hat er als eine der ersten Übeltaten die Londoner Underground verunreinigt... Bevor Daniel mit uns anfing, ueberdosis grau zu gründen, hat er schon bei den Camels gespielt, eine Band, die gerne coverte, wie z. B. "Should I stay or should I go" von "The Clash" oder "Polizei" von "Extrabreit". Das Covern blieb ihm irgendwie im Gedächtnis, denn immer, wenn wir mit neuen Ideen für eigene Lieder ankamen, meinte Daniel, dass er gerne das ein oder andere Lied covern würde. Die Akkorde hat sich Flo dann rausgehört und wir haben Daniels Lied gecovert. Die eigenen Ideen haben wir leider vergessen. Aber irgendwie haben wir es trotzdem geschafft, das ein oder andere eigene Lied zu erarbeiten. Alles in allem hatten wir sehr viel Spaß mit Daniel, und auch wenn wir mit Tobi einen sehr würdigen Nachfolger in der Band haben, war, ist und bleibt Daniel immer ein Teil von ueberdosis grau ... Ach, was wir noch wissen wollten: gibt es in London eigentlich Erdnuss-Flips? |